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Lebkuchenhaus bauen: Aufbau, Zuckerguss und Ideen zum Verzieren

Triviar-Redaktion

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Fertiges Lebkuchenhaus mit Zuckerguss und Mandeln auf einem Küchentisch, zwei Hände legen Brezeln und Schokolinsen an, eine Person fotografiert es.
Inhaltsverzeichnis

Für ein Lebkuchenhaus wird gebacken und gebastelt, und beim Aufstellen der Wände braucht man mehr als zwei Hände. Deshalb lohnt es sich, Familie oder Freunde dazuzuholen.

Hier erfährst du, welche Zutaten und Werkzeuge du brauchst, in welcher Reihenfolge das Haus entsteht und wo du beim Trocknen Zeit einplanen solltest. Dazu kommen Ideen fürs Verzieren und ein Vorschlag, wie ihr die Aufgaben verteilt.

Was du für ein Lebkuchenhaus brauchst

Für die Wände brauchst du einen festen Lebkuchenteig, der beim Backen seine Form behält und nach dem Abkühlen hart wird. Weiche Lebkuchen wie Elisenlebkuchen eignen sich dafür nicht. Rezepte für Lebkuchenhäuser arbeiten meist mit Honig, Zucker, Mehl, Lebkuchengewürz und einem Triebmittel. Halte dich bei den Mengen an ein Rezept, das ausdrücklich für Häuser gedacht ist.

Zutaten

  • Lebkuchenteig nach Rezept
  • für den Zuckerguss: Eiweiß, gesiebter Puderzucker und eventuell ein Spritzer Zitronensaft
  • Süßigkeiten zum Verzieren, zum Beispiel Mandeln, Schokolinsen, Gummibärchen, Salzbrezeln und kleine Zuckerstangen
  • Puderzucker oder Kokosraspel als Schnee

Werkzeug

  • feste Pappe, Lineal, Bleistift und Schere für die Schablonen
  • Nudelholz, Backpapier und ein scharfes Messer
  • Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle oder ein Gefrierbeutel, bei dem du eine Ecke abschneidest
  • Tassen oder Gläser zum Abstützen
  • ein großes Brett oder Tablett als Untergrund, auf dem das Haus später stehen bleibt

Lebkuchenhaus bauen: die vier Schritte

Das Haus entsteht in vier Etappen. Am meisten Zeit braucht dabei der Zuckerguss, der zwischen den Schritten trocknen muss. Plane deshalb Pausen ein, in denen ihr schon Süßigkeiten sortiert oder die nächste Runde Teig vorbereitet.

1. Schablonen zeichnen und Teig vorbereiten

Ein einfaches Haus besteht aus sechs Teilen: Vorder- und Rückwand mit spitzem Giebel, zwei Seitenwände und zwei Dachplatten. Zeichne diese Teile mit dem Lineal auf Pappe und schneide sie aus. Plane die Dachplatten etwas länger als die Seitenwände, damit das Dach vorn und hinten übersteht.

Den Teig lässt du so lange ruhen, wie es im Rezept steht. Die Angaben unterscheiden sich stark, manche Rezepte brauchen dafür einen ganzen Tag. Rolle ihn danach gleichmäßig dick direkt auf Backpapier aus. So musst du die ausgeschnittenen Teile nicht mehr anheben, und sie verziehen sich weniger.

2. Teile ausschneiden und backen

Lege die Schablonen auf den Teig und schneide die Teile mit einem scharfen Messer aus. Fenster und Tür schneidest du am besten gleich mit heraus. Für bunte Fenster füllst du zerstoßene Bonbons in die Öffnungen, die im Ofen zu farbigen Scheiben schmelzen.

Beim Backen kann sich der Teig leicht verziehen. Lege die Schablonen deshalb direkt danach noch einmal auf und schneide die Ränder nach, solange die Platten warm sind. Danach müssen alle Teile vollständig auskühlen, bevor ihr mit dem Aufbau beginnt.

3. Zuckerguss anrühren und Wände kleben

Als Kleber dient Royal Icing, ein fester Zuckerguss aus Eiweiß und Puderzucker. Schlage das Eiweiß auf und lass den Puderzucker nach und nach einrieseln, bis die Masse zäh ist und ungefähr die Konsistenz von Zahnpasta hat. Rezepte rechnen mit rund 250 Gramm Puderzucker pro Eiweiß.

Fang mit der Vorderwand und einer Seitenwand an. Spritze eine dicke Linie Guss auf die Kanten, setze beide Teile auf das Brett und stütze sie mit Tassen ab. Dann folgen die anderen beiden Wände, und das Ganze darf mehrere Stunden fest werden, bevor das Dach draufkommt.

4. Dach aufsetzen und trocknen lassen

Die Dachplatten sind schwer und rutschen leicht. Spritze reichlich Guss auf die oberen Kanten der Wände und auf den First, setze beide Platten auf und halte sie einige Minuten fest. Holzspieße oder Zahnstocher geben zusätzlich Halt, solange der Guss noch weich ist. Danach trocknet das Haus am besten über Nacht, bevor ihr es mit schweren Süßigkeiten belegt.

So teilt ihr die Arbeit auf

Wenn ihr zu dritt oder zu viert seid, hilft eine klare Aufteilung:

  • Teig und Ofen: Eine Person kümmert sich ums Ausrollen, Ausschneiden und die Backzeiten.
  • Schablonen: Jemand zeichnet und schneidet die Pappvorlagen zu. Das können auch Kinder mit etwas Hilfe übernehmen.
  • Zuckerguss: Eine Person rührt den Guss an und füllt die Spritzbeutel nach.
  • Aufbau: Zwei halten die Wände, eine dritte Person spritzt den Guss auf die Kanten.
  • Deko: Wer gerade nichts zu tun hat, sortiert die Süßigkeiten in Schälchen.

Mit Kindern übernehmen Erwachsene Messer und Ofen, die Kinder das Verzieren. Unter Freunden oder zu zweit könnt ihr die Hausseiten aufteilen, sodass jede Person eine Wand nach eigenen Ideen gestaltet.

Für eine Weihnachtsfeier im Büro backt ihr die Platten am besten vorher oder nehmt fertige Bausätze. Dann klebt und verziert jede Kleingruppe ein eigenes Haus. Weitere Vorschläge findest du in unseren Ideen für die Weihnachtsfeier, und wer mit Kolleginnen und Kollegen lieber außer Haus etwas unternimmt, schaut bei den Teamevents vorbei.

Zwei Personen halten die Wände eines Lebkuchenhauses fest, während eine dritte die Kanten mit Zuckerguss verklebt.

Ideen fürs Verzieren

Beim Verzieren kommt zuerst der Guss, dann die Süßigkeiten, die im frischen Guss haften bleiben. Arbeite am besten Wand für Wand, damit der Guss nicht antrocknet, bevor alles sitzt.

  • Dachziegel aus Mandelblättchen oder ganzen Mandeln, Reihe für Reihe von unten nach oben gelegt
  • Eiszapfen aus kurzen Guss-Zacken entlang der Dachkante
  • Fensterrahmen, Fensterläden und eine Tür aus dünnen Gusslinien
  • ein Zaun aus Salzbrezeln oder Waffelröllchen
  • ein Weg aus Schokolinsen und Schnee aus Puderzucker oder Kokosraspeln rund ums Haus

Zum Überziehen von Flächen darf der Guss etwas flüssiger sein als zum Kleben. Rühre dafür einen Teil mit ein paar Tropfen Wasser glatt. Mehr über den Umgang mit Spritzbeutel und Tüllen steht in unserem Artikel Kuchen und Torten dekorieren.

Wer Teile des Hauses mit Schokolade überziehen möchte, etwa das Dach oder die Tür, sollte die Schokolade vorher richtig temperieren. Dann wird die Schokolade fest und glänzt.

Verzieren im Backkurs üben

Für Linien, Punkte und Zacken aus Zuckerguss brauchst du vor allem eine ruhige Hand am Spritzbeutel. Üben lässt sich das auch an anderem Gebäck, zum Beispiel beim Verzieren von Cupcakes. Drei Beispiele aus verschiedenen Städten:

Wenn du so ein Backerlebnis zu Weihnachten verschenken möchtest, ist ein Gutschein der einfachste Weg: Den Termin sucht ihr danach gemeinsam aus. Eine Übersicht über alle Backkurse findest du auf unserer Kategorieseite.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, ein Lebkuchenhaus zu bauen?

Plane etwa zwei Tage ein, wenn du den Teig selbst machst. Mit einem fertig gebackenen Bausatz, den es im Advent in vielen Supermärkten gibt, fällt das Backen weg. Über Nacht trocknen sollte das Haus trotzdem, bevor ihr es verziert.

Warum heißt das Lebkuchenhaus auch Hexenhaus?

Weil es an das Haus der Hexe aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“ erinnert. In der Fassung der Brüder Grimm, die 1812 zum ersten Mal erschien, ist das Häuschen aus Brot gebaut, mit Kuchen gedeckt und hat Fenster aus hellem Zucker. Ob gebackene Häuser schon vorher verbreitet waren, ist nicht eindeutig belegt.

Was tun, wenn eine Wand bricht?

Kleb die Bruchstücke mit Zuckerguss wieder zusammen und lass die Stelle trocknen, bevor du weiterbaust. Den Riss kannst du danach mit einer Gusslinie oder ein paar Süßigkeiten überdecken.

Zusammengefasst

Für ein Lebkuchenhaus brauchst du einen festen Teig, Schablonen aus Pappe und Zuckerguss aus Eiweiß und Puderzucker als Kleber. Die meiste Zeit kostet das Trocknen, deshalb lohnt es sich, den Bau auf zwei Tage zu verteilen. Wenn ihr die Aufgaben vorher absprecht, hat beim Backen, Kleben und Verzieren jede Person etwas zu tun.