Wie vermarkte ich meine Produkte & Kurse auf Social Media?

von Triviar auf Triviar Triviar 05. Sep 2022
Ein Smartphone mit verschiedenen Social Media Apps

Egal, ob du deine eigenen Produkte verkaufen möchtest, eine Dienstleistung anbieten willst oder einfach vorhast, mehr Reichweite auf deinen Social Media Account zu lenken. Markenbildung und Reichweiten-Optimierung sind heutzutage essentielle Fundamente für einen erfolgreichen Internetauftritt geworden. In einer Flut von täglich neu dazukommenden Möglichkeiten Geld auszugeben, erzeugen Marken eine Erleichterung für den Konsumenten, sich auf den Märkten zurechtzufinden.

Und die gute Nachricht: Der Aufbau einer Marke ist nicht so schwer, wie man vielleicht anfangs denken mag.

Um dir dabei zu helfen, geben wir dir im folgenden Blogartikel einige Schritte mit auf den Weg, wie du von Anfang an eine originäre und erfolgreiche Marke in den sozialen Medien aufbauen kannst.

Eins vorweg: Probieren geht über Studieren!


Wie starte ich auf Social Media?

Social Media Filmproduktion

Zuallererst solltest du deine Gedanken ordnen und dich um die theoretischen Grundlagen kümmern: 


Was möchte ich mit meiner Marke erreichen?

Mehr Verkäufe meines Produkts? Mehr Anfragen für meine Dienstleistung? Mehr Aufmerksamkeit für meine Message?


Wie sieht meine Zielgruppe aus?

Wie alt ist sie? Wo kommt sie her? Was sind ihre Interessen? Welche Social Media Plattformen nutzen sie? Wie viel Geld geben sie im Durchschnitt aus etc.? Nutze dafür Tools wie Google Correlate, Google Trends, Google Umfragen, YouTube Analytics etc. Weitere Informationen zur Zielgruppendefinition findest du in unserem Blog über die Vermarktung von digitalen Produkten hier.


Welche Mittel stehen mir von Anfang an zur Verfügung?

Wie viel Zeit habe ich? Wie viel Geld kann ich für den Aufbau meiner Marke ausgeben? Was kann ich selbst leisten und wo benötige ich Hilfe von außerhalb?


Wie agiert meine Konkurrenz?

Was unterscheidet meine zukünftige Marke von denen meiner Mitbewerber? Wie erreichen sie ihre Kunden? Gibt es besonders gute oder auch besonders schlechte Beispiele, aus denen ich bereits lernen kann?

Eine gründliche Recherche kann einige Zeit dauern, sie lohnt sich allerdings auch. Gerade dann, wenn man von Anfang an in den Aufbau seiner eigenen Marke startet. Wer aber bereits zu Beginn das Wichtigste außer Acht lässt und sich nicht um seine Basics kümmert, der wird früher oder später mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit durch falsche Positionierung, fehlende Planung oder etwas Anderes seine Marke gegen die Wand fahren. Also bitte: Erst Theorie, dann Praxis!


Wie hinterlasse ich auf Social Media einen guten Eindruck?

Nicht nur in der „realen Welt“: Auch im Internet ist der erste Eindruck unglaublich wichtig! User erhalten jeden Tag unzählige Informationen aus den verschiedensten Kanälen. Die meisten nehmen sie nicht bewusst wahr. Also ist es umso schwerer mit deiner Marke im Gedächtnis der potenziellen Kunden zu bleiben. Immer wieder werden Kunden durch Betrüger in Kauf-Fallen gelockt, während andere großartige Produkte & Dienstleistungen nicht erkannt werden und in der Informationsflut untergehen. Damit dies deiner Marke nicht passiert, musst du eine einheitliche Markenidentität aufbauen und bereits vom ersten Kontakt für Vertrauen sorgen. Deshalb solltest du folgende Punkte unbedingt beachten:

Wie mache ich auf mich aufmerksam?

Schon bevor du das erste Mal die Social Media Profile deiner Marke öffentlich machst, solltest du dich um ein „gepflegtes Äußeres“ kümmern. Kreiere ein schönes und klares Logo, schreibe eine simple und leicht zu verstehende Bio

Am besten versetzt du dich einmal in die Lage von einem deiner zukünftigen Kunden: Würde ich von diesem Profil angesprochen werden, wenn ich es auf Instagram/Facebook/Pinterest etc. entdecke? Verstehe ich, worum es bei diesem Profil geht? Würde ich das Produkt/ die Dienstleistung erwerben bzw. dem Profil folgen?

Dafür kannst du auch deine Familie und Freunde mit einbeziehen oder sogar fremde Testpersonen ansprechen.

Wie wichtig ist Storytelling bei der Markenbildung?

Egal, ob du aus dir eine Personal Brand machst oder als Unternehmen agierst: Dein Auftreten sollte authentisch, originell und unverwechselbar sein. Dies ist gerade für Neulinge eine der schwierigsten Aufgaben. Natürlich darfst du gerade am Anfang etwas bei der Konkurrenz abgucken. Du solltest aber niemals stumpf kopieren! Lass dich eher inspirieren und finde dann deinen eigenen Stil! Nur so kann sich deine Marke wirklich von anderen unterscheiden und nur so bindest du auch treue Kunden an dich. 

Denn wer authentisch ist, der verkauft auch.

Wenn du dich daranhältst, wirst du von Anfang an viel mehr Menschen mit deiner Marke erreichen können und auch in Zukunft generierst du ein höheres Wachstumspotenzial.

Welche Social Media Plattform ist die Richtige?

Smartphone auf dem in der Galllerie verschiedene Bilder zu sehen sind

Du hast nun deine zukünftige Marke, deine Zielgruppe, deine Konkurrenz und dich selbst analysiert sowie dich um eine anfängliche Außendarstellung und deine Story gekümmert. Jetzt kannst du deine Marke auf allen gewünschten sozialen Kanälen launchen. Aber wo eigentlich? Allein in Deutschland gibt es über 20 solche Plattformen, die alle für verschiedenste Zielgruppe Potenzial bieten und über die du deine Reichweite erhöhen kannst. Für deine Entscheidungsfindung geben wir dir hier eine kleine Hilfestellung:

Welche Zielgruppen finde ich auf Facebook?

Zu den absoluten Klassikern gehört Facebook. Auch wenn es mittlerweile etwas in die Jahre gekommen ist, solltest du Facebook niemals außer Acht lassen. Abhängig von der Zielsetzung und der Außendarstellung deiner Marke kannst du dich hier richtig austoben. Facebook Pages, Groups, Marketplace etc. - Die Möglichkeiten sind vielfältig. Da zu Facebook (Als Konzern neuerdings “META”) außerdem noch andere Plattformen gehören (zum Beispiel Instagram und WhatsApp), hast du hier auch was das Schalten und Verwalten von Werbeanzeigen angeht die besten Voraussetzungen. Wie die Plattform sind aber auch die Zielgruppen dort mittlerweile „etwas älter“. Da du durch deine vorherige Zielgruppenanalyse weißt, welche Kunden du mit deiner Marke ansprechen möchtest musst du überprüfen, ob du trotz der vielfältigen Möglichkeiten auf Facebook deine gewünschte Zielgruppe findest oder sich andere Social Media Plattform als Werbeträger besser eignen. 

Ist Instagram ein Muss für meine Außendarstellung?

Instagram ist für viele Privatpersonen und Unternehmen die erste Anlaufstelle für Außendarstellung, Entertainment und Inspiration. Auf dieser Plattform werden jeden Tag hunderte neue Marken den ca. 1 Milliarden monatlich weltweit aktiven Nutzern präsentiert. Demzufolge ist die Konkurrenz hier besonders hoch. Aber auch die Anzahl der Werbe- und Präsentationsmöglichkeiten ist riesig. Ebenfalls werden auf Instagram meist die neusten Social Media Innovationen getestet und implementiert (zum Beispiel Reels).

Wir empfehlen dir auf jeden Fall deine Marke auch auf Instagram zu präsentieren, ganz egal wer du bist oder was du verkaufst. Zwei kleine Tipps noch aus eigener Erfahrung: Das Einbeziehen der Community durch zum Beispiel Umfragen, Gewinnspiele und User-Generated-Content ist auf Instagram besonders hilfreich. Außerdem solltest du stets neue Funktionen und Trends ausprobieren, da diese von Instagrams Algorithmus häufig „gepusht” werden und du so kurzfristig deine Reichweite stark erhöhen kannst.

Finde ich auf TikTok nur Teenager?

Ziemlich neu, ziemlich frisch, ziemlich komisch. So lässt sich TikTok wohl am besten beschreiben. Sie ist die neueste der relevanten sozialen Plattformen und hat mit ihrem einzigartigen Kurzclip-Content System einen neuen Social Media Hype ausgelöst, der bereits von anderen Plattformen wie YouTube und Instagram kopiert wurde. Dieser sieht das Hochladen von meist bis zu 1-minütigen Kurzclips vor. Mit Bildern wirst du hier also eher wenig bis keinen Erfolg verzeichnen. So frisch wie die Plattform ist zudem auch die Zielgruppe. Die Generation Z (1997- 2012er Jahrgänge) hat TikTok für sich beansprucht. Zwar ändert sich dies immer mehr, allerdings ist der Content dort stellenweise sehr komisch/unberechenbar und manchmal ist der Erfolg diverser Clips kaum nachvollziehbar. Gehörst du selbst zu einer etwas älteren Generation und bist ein totaler Social Media Neuling, dann empfehlen wir dir dich erst mit anderen Plattformen vertraut zu machen, bevor du dich auf TikTok begibst. Solltest du schon etwas Erfahrung mitbringen, dann tobe dich dort ruhig aus. Merke dir aber stets: Zwar bietet TikTok aktuell das höchste Wachstumspotenzial und die meisten Inpressionen deiner Reels, allerdings ist es aufgrund der Informationsflut umso schwerer in Erinnerung zu bleiben und das Engagement pro User ist deutlich geringer als auf Instagram oder Pinterest.

Mit welchen Plattformen kann ich noch mehr Reichweite erzielen?

Neben Facebook, Instagram und TikTok gibt es selbstverständlich noch andere großartige Plattformen, auf denen du deine Marke hervorheben kannst. YouTube ist ein weiterer Klassiker, auf dem du mit Video-Content und mittlerweile auch Kurzclips strahlen kannst. Wenn auch etwas schwieriger als noch vor einigen Jahren, zahlt sich auf YouTube langfristige Arbeit besonders aus. Denn wenn du dir dort einmal eine Community aufgebaut hast, generiert diese immer wieder regelmäßige und einigermaßen planbare Einkommensströme. Pinterest ist eine von wenigen Plattformen, auf denen Bild-Content noch im Fokus steht und welche außerdem hauptsächlich eine weibliche Zielgruppe anspricht. Es ist eine Online-Pinnwand, die vor allem User aus dem Bereich Kreativität anzieht. Registrierte Nutzer können Pinnwände erstellen, und andere Nutzer können dieses Bild ebenfalls teilen (repinnen) und kommentieren. Gerade bei Pinterest ist ein regelmäßiges und häufiges Posten von Beiträgen sehr wichtig, da es als eine Art visuelle Suchmaschine fungiert und dir sonst der organische Traffic abhandenkommen könnte. 

Deine Marke, deine Entscheidung. Schau einfach, was am besten zu ihr und dir passt. Eine wichtige Regel wollen wir dir aber noch auf den Weg geben: Versuche auf so vielen verschiedenen und passenden Plattformen wie möglich präsent zu sein (Cross-Promotion). Und gib dir auf jeder einzelnen auch genauso viel Mühe wie auf den anderen!”

Wie erhöhe ich mein Wachstum auf Social Media?

Aufnahme eines Selfie-Videos mit Smartphone

Die Entscheidung ist gefallen. Du hast deine Social Accounts erstellt und bist bereits am Ausprobieren verschiedener Content-Arten. Hierbei wirst du schnell auf Erfolge, aber auch auf Misserfolge treffen. Um die Erfolg zu Misserfolg-Rate in einem angenehmen Verhältnis zu halten, befolge diese Ratschläge:

Brauche ich einen Content-Plan?

Erstelle dir einen Content-Plan. Nichts ist schlimmer für deine Community als Ungewissheit. Poste regelmäßig, in einer guten Frequenz und zu den besten Uhrzeiten. Am Anfang wirst du die Erfolgsrate der verschiedenen Content-Arten zu verschiedenen Uhrzeiten nur abschätzen können. Wir empfehlen dir je nach Plattform mindestens jeden 2 Tag in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden hochwertigen Content zu posten. Probiere zum Beispiel Folgendes aus: Bist du Yogalehrerin und möchtest deine Kurse vermarkten? Dann erstelle ein informatives Faktenreel über die Vorteile von Yoga und merke am Ende dann noch an, dass all diese großartigen Vorteile bei einem deiner Kurse selbst erlebt werden können. Wichtig hierbei ist der sogenannte Call-To-Action, also die Aufforderung an den Zuschauer eine bestimmte Handlung zu vollziehen. Verkaufst du ein E-Book über das Zeichnen lernen? Dann erstelle ein Zeitraffer-Video über eines deiner Zeichnungen und sage deiner Community, dass du ihnen in deinem E-Book beibringst, wie sie auch so toll zeichnen können. In den meisten Fällen kannst du dann nach wenigen Wochen in die Analytics-Funktion deiner Plattform nachvollziehen, zu welchen Zeiten deine Community am aktivsten ist. Passe dementsprechend deinen Content-Plan an, aber bleibe nicht zu starr, sondern probiere auch andere Zeiten oder andere Post-Frequenzen sowie anderen Content aus.


Sollte ich mir Hilfe holen?

Als noch nicht etablierte Marke wirst du wohl kaum an einer Zusammenarbeit mit anderen Influencern oder Creators vorbeikommen. Spreche mit ähnlichen Usern und frage nach einer Zusammenarbeit. Veranstalte Gewinnspiele, vergebe Shoutouts und stelle stets eine Win-Win-Situation für alle Parteien her.


Deine Wachstumsrate kann sich von Zeit zu Zeit stark unterscheiden. Sie könnte wochenlang kontinuierlich steigen, plötzlich stagnieren, aber dann nach wenigen Tagen explodieren. Wichtig: Schaue bei plötzlichen Veränderungen in deiner Wachstumsrate nach dem Grund. Solltest du nichts Offensichtliches finden, dann habe Geduld und führe deine aktuelle Strategie einfach fort. Manchmal kann auch eine Änderung im Algorithmus, Weltereignisse oder schlicht Zufall einen solchen Vorgang auslösen.


Abschließend geben wir dir noch ein paar kurze Regeln mit auf den Weg, die du in der Welt der sozialen Medien immer beachten solltest:

  • Ignoriere Kritik nicht!

  • Sei transparent!

  • Keine Diskriminierung, Rassismus, Sexismus etc.!

  • Schätze deine Community wert und gehe auf sie ein!

  • Habe Geduld!

  • Gib nicht auf!

Ein gute Markenbildung erfordert viel Arbeit und viel Zeit. Der Lohn ist eine großartige, authentische Marke und zufriedene Kunden.

Trotzdem wirst du auch viel ausprobieren müssen und genau schauen, was in deinem konkreten Fall funktioniert und was du besser sein lassen solltest.

 

Wir wünschen dir auf deiner Reise viel Erfolg und vor allem ganz viel Spaß!


Social Media Dos and Don’ts